
The China Moment. Contextualizing Individualism in Chinese Contemporary Art
Das documenta Institut lädt zu seiner ersten Forschungsausstellung im Kasseler Kunstverein ein. Mit The China Moment widmet sich das documenta Institut einer entscheidenden Phase der zeitgenössischen chinesischen Kunst. In den 1980ern begann eine Zeit tiefgreifender politischer und wirtschaftlicher Veränderungen.

Filmscreening: Ghosts, Icons, Clouds, Dreams
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "The China Moment. Contextualizing Individualism in Chinese Contemporary Art", die bis 22. März 2026 im Kasseler Kunstverein läuft, laden wir herzlich zum Filmscreening von "Ghosts, Icons, Clouds, Dreams" in den BALi Kinos ein. Die Arbeiten der vier chinesischen Filmemacher*innen Bo Wang, Tang Han, He Zike und Zheng Yuan bewegen sich zwischen Geschichte und Gegenwart, Realität und Traum und fangen aufmerksam die rasanten Veränderungen des heutigen China ein. Von Hongkongs Perückenindustrie und ihren eindringlichen Erinnerungen an die Modernisierung Asiens im späten 20. Jahrhundert bis hin zu Maos Porträt auf Banknoten und dessen Repräsentationskrise im digitalen Zeitalter; von „Rechenzentrumsclustern“ im Südwesten Chinas, wo himmlische und digitale Wolken aufeinandertreffen, bis hin zu den Träumen von Arbeiter*innen in einer technologiegetriebenen Gesellschaft, die von Geschwindigkeit und Effizienz besessen ist.

Call for Abstracts: Kunst – Ausstellung – Diskurs
Wir laden Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen, Künstler*innen, Gestalter*innen sowie Nachwuchswissenschaftler*innen zur Einreichung von Abstracts ein! Rund ein Jahr vor der Eröffnung der documenta 16 (2027) stellt die Tagung die Frage nach der Relevanz, den Funktionen und Verwendungsweisen theoretischer Diskurse auf Ausstellungen für Gegenwartskunst. Naomi Beckwith, die Leiterin der kommenden documenta, kuratierte zuletzt im Palais de Tokyo in Paris die Ausstellung "ECHO DELAY REVERB", die dem weitreichenden Einfluss der sogenannten „French theory“ auf die US-amerikanische Kunst nachspürte. Diese sei nicht nur linear rezipiert, sondern im Zuge ihrer künstlerischen Übersetzung auch verändert und produktiv missverstanden worden.