Liliana Gómez & Alexander Brust: Arts and Extractivism in the Global Present

Der Band „Arts and Extractivism in the Global Present“ herausgegeben von Liliana Gómez und Alexander Brust ist nun erschienen!

Aus der Perspektive der zeitgenössischen Kunst widmet sich dieses Buch sozialen Ökosystemen und jenen Räumen, die sich einerseits durch eine hohe Artenvielfalt und andererseits durch eine lange Geschichte des Rohstoffabbaus und (neo)kolonialer Beziehungen auszeichnen. Die Autor*innen erörtern die Bedeutung von ignorierten Wissenspraktiken und -systemen sowie von alternativen Weltentwürfen. Die Beiträge gehen davon aus, dass zeitgenössische Kunst und ethnografische Objekte extraktive Praktiken und das Potenzial zur Regeneration auf sehr unterschiedliche Weise widerspiegeln. Im Dialog miteinander offenbaren sowohl die Kunst als auch die Ethnografie alternative Perspektiven auf Handlungsfähigkeit, kritische Geschichtsschreibungen und mögliche Formen des Zusammenlebens auf neue Weise. Der Sammelband rückt aufkommende Umweltästhetiken in den Vordergrund und setzt sich kritisch mit den historischen Dokumenten und Artefakten auseinander, die von ethnologischen Museen gesammelt wurden und von Wissenslücken und Politiken des Ressourcentransfers zeugen.

Weitere Informationen auf der Verlagsseite!

Über das Projekt

Der vorliegende Band ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen den Herausgeber*innen und Autor*innen im Rahmen des Projekts Contested Amnesia and Dissonant Narratives in the Global South: Post-Conflict in Literature, Art, and Emergent Archives an der Universität Zürich und der Universität Kassel, das großzügig vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert wurde.  Seit 2021 wird das Projekt an der Universität Kassel und am documenta Institut in Kassel durchgeführt. Ein wesentlicher Bestandteil des Forschungsprojekts war die Ausstellung Extractive Zones (2021) im Museum der Kulturen Basel, begleitet von einer gleichnamigen Vortragsreihe. Die Realisierung der Vortragsreihe und des Sammelbandes wurde vom documenta Institut unterstützt.

 

Personen

Prof. Dr. Liliana Gómez
Professur „Kunst und Gesellschaft“