Künstler*innengespräch mit Ni Haifeng, Zhao Chuan und Wen Hui
01 / 2026
Kunstschaffende aus verschiedenen Generationen sprechen über ihre Erfahrungen und künstlerischen Lebenswege seit den 1980er-Jahren und die Frage, wie individuelle Positionen in einer Phase tiefgreifender gesellschaftlicher Transformation ausgehandelt wurden und werden können.
Moderiert von Su Wei und Anna-Lisa Scherfose. Diese Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "The China Moment. Contextualizing Individualism in Chinese Contemporary Art."
Datum: Samstag, 24. Januar 2026
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Kasseler Kunstverein, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel
Seit den 1980er Jahren hat China einen grundlegenden Wandel in den Beziehungen zwischen Staat und Privatpersonen erlebt. Der Rückzug staatlicher Autorität und der gleichzeitige Aufstieg privater Akteure haben eine rasante Transformation der Vermögensverteilung, der Bevölkerungssteuerung und der kulturellen Mechanismen ausgelöst. In diesem Umfeld hat das „Individuum“ eine neue kulturelle Bedeutung erhalten – ein Konzept, das in den letzten vierzig Jahren fluid geblieben und mit politischen Spannungen behaftet war. Inmitten dieses tiefgreifenden Wandels haben chinesische Kunstschaffende ihre kreative Arbeit genutzt, um diese gesellschaftspolitischen Veränderungen zu navigieren und sich gleichzeitig in einem kontinuierlichen Prozess der Selbstdefinition durch intellektuelle Reflexion zu engagieren. In diesem Gespräch kommen die Künstler*innen Ni Haifeng, Zhao Chuan und Wen Hui zu Wort, deren Werk sich über die 1980er bis 2000er Jahre erstreckt, um ihre Lebenserfahrungen und kritischen Perspektiven auf diese sich entfaltende Geschichte zu teilen.
Bildcredits: Hiroshi Ohashi, Wang Molin, Tong Sze Hong, Zhao Chuan, Lu Xun 2008, 2008
Photo: Tang Ting